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Schneidebrett aus Holz oder Kunststoff - was ist besser?

Schneidebretter aus Holz haben eine warme Ausstrahlung und die Haptik ist angenehm weich. Die verschiedenen Holzarten bieten ganz unterschiedliche Maserungen und Farben, ganz nach deinem Geschmack.

Wir haben Holz- und Kunststoffbretter im Einsatz, denn beide haben ihre Vorteile.

 

Der Vorteil eines Schneidebretts aus Holz ist, dass das weiche Holz Messerklingen  nicht stumpf werden lässt und sie dadurch schützt. Wir lieben einfach das natürliche Holz - und ausserdem sind sie in der Küche äusserst dekorativ.

Nach einiger Zeit entstehen  durch das Schneiden mit dem Messer Rillen im Holz. Wenn sie dich stören, kannst du diese einfach mit einem leichten Schleifpapier abschleifen. Danach das Holzbrett unbedingt gut mit kaltem Wasser abspülen und stehend gut trocknen lassen. Das Schneidebrett kann auch mit Spülmittel gereinigt werden, doch solltest du es auch danach unbedingt sehr gut mit kaltem Wasser abspülen.

Wichtig: Holz-Schneidebrett sind nicht für die Spülmaschine geeignet.

Übrigens:  Der Mythos, dass in den Rillen Bakterien und Keime entstehen, ist veraltet, denn Holz hat eine Art "Selbstreinigungseffekt".

Durch seine Beschaffenheit trocknet Holz schneller (sogar schneller als Plastik). Zudem enthält es je nach Holzart natürliche antibakterielle Wirkstoffe. Aufgrund des schnellen Wasserentzugs verschlechtern sich die Lebensbedingungen für Bakterien, so dass sie absterben. Eichenholz z.B. besitzt einen hohen Anteil Tannin und Polyphenole, die eine antibakterielle Wirkung besitzen. 

Du siehst also, die Angst vor Keimen in Küche und Haushalt bei der Verwendung von Holzutensilien ist vollkommen unbegründet.

 

Schneidebretter aus Kunststoff sind in vielen Farben erhältlich und  bis zu 60° spülmaschinenfest. Gerne nehmen die Kunststoff-Bretter Farben von z.B. Gemüse an (Die rote Farbe der Rote Beete kennst du sicher...). Bevor du das Schneidebrett in die Spülmaschine stellst reibe es mit etwas Öl ab. Schwuppdiwupp  - die Farbe löst sich durch das Öl und das Brett ist fast schon wieder sauber. 

Kunststoff, auch wenn dir es weich erscheint, ist wesentlich härter als Holz. Heisst also, dass deine Messer mit der Zeit stumpf werden.

Wichtig: Auch im Kunststoff-Brett enstehen Rillen, die nicht so einfach wie beim Holz weggeschmirgelt werden können.  Und in diesen Rillen können sich wirklich Keime festsetzen, die man auch in der Spülmaschine nicht vernichten kann. 

Quelle: Bayrischer Rundfunk, ARD Mediathek, Sendung: Das beste Schneidebrett: Holz oder Kunststoff?

 

Kochzeit-TIPP:

Vor der ersten Anwendung das Holz-Schneidebrett unbedingt mit einem neutralen Öl einölen (es sollte wenig schmecken oder riechen).  Gut geeignet ist z.B. Traubenkernöl. Nur so kann es vor Fett- und Ölflecken geschützt werden. Die Schneidebretter aus Holz können jederzeit auf Wunsch mit einem Öl eingerieben werden.

 

Bei Kunststoff-Schneidebrettern empfehlen wir dir, für Fleisch, Fisch oder Gemüse unterschiedliche Brettchen zu verwenden, dann bleibt alles unter sich. Das Messer eines frisch geschnittenes rohen Hühnchen-Fleischs sollte niemals ungewaschen für z.B. Gemüse verwendet werden. Und das gleiche gilt eben auch für Brettchen.

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